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GESPRÄCH IM HERBST

Stefan Frey
Stefan Frey

HERBSTINTERVIEW MIT STEFAN FREY – Landratskandidat der CSU Starnberg

LeLe:
Der Wahlkampf hat begonnen. Für 2020 wird ein Nachfolger von Karl Roth als Landrat gesucht. Wieso sind Sie der Meinung, der richtige Mann zu sein?

Frey:
Die Verwaltung eines gleichermaßen schönen wie auch wirtschaftlich erfolgreichen Landkreises wie Starnberg ist ein…

LeLe: Verstehe, Sie wollten damit sagen, dass hier unbedingt ein Jurist eingesetzt werden muss. Die Rechtslage ist ja in den letzten Jahren immer schwieriger geworden, so dass sich ein Laie in Punkto Rechtswissenschaften schwer tun wird. Ihnen kommt natürlich gelegen, dass Sie schon als Kind erfahren hatten, was es heißt, Landrat zu sein. Immerhin hatte Ihr Vater Heinrich Frey das Amt von 1996 bis 2008 inne. Hatten Sie sich eigentlich schon als Jugendlicher vorgenommen, einmal in die Fußstapfen ihres Vaters zu treten?

Frey: So ein wichtiges Amt, glaube ich, nimmt man sich nicht als Jugendlicher vor. Allerdings habe ich damals schon…

LeLe: …heimlich damit spekuliert, Ihren Vater doch einmal beerben zu können. Naja, die Chancen stehen nicht schlecht. Der Name Frey hat Bedeutung. War doch auch die Mama politisch sehr aktiv. Unter anderem als Stadträtin, aber vor allen Dingen als langjährige VdK-Vorsitzende hat sie enorme Projekte angeschoben. Und immer stand bei ihr auch die Familie im Mittelpunkt. Sie ist auch heute noch mit ihren 75Jahren für ihre vier Söhne und 11 Enkelkinder da…

Frey: Ja, meine Eltern waren und sind schon etwas ganz Besonderes. Daran möchte ich…

LeLe: …mich messen? Das wird schwierig werden. Aber so, wie ich Sie einschätze, gehen Sie ganz eigenen Wege. Denke auch, dass Sie im Landratsamt als Jurist viele komplizierte Vorgänge bereits im Vorfeld gut analysieren können und dadurch auch den Mitarbeitern wertvolle Hilfe sind. Wie sieht es denn so mit Ihren privaten Interessen aus? Haben Sie denn bei drei Kindern und Ihrem derzeitigen Amt im Innenministerium des Bayerischen Freistaates überhaupt noch die Muse, zu Wandern oder gar ein Instrument zu spielen. Hatte gehört, dass Sie zudem seit vielen Jahren als Schulweghelfer Dienst tun und sich außerdem noch in der Kirche engagieren. Werden Sie das beibehalten, sollten Sie im März 2020 zum Landrat gewählt werden?

Frey: Selbstverständlich werde ich versuchen, mein privates Leben…

LeLe: Kompliment. Stelle ich mir irgendwie lustig vor, wenn die kleine Erna nach Hause kommt und erzählt, dass sie vom Landrat über die Straße geleitet wurde. Jetzt noch eine etwas intimere Frage. Welche Sendungen im Fernsehen schauen Sie an, wenn Sie nach einem anstrengenden Arbeitstag nach Hause kommen? Sind es politische Talkshows oder gar den Dauerbrenner Bauer sucht Frau?

Frey: Natürlich kümmere ich mich in erster Linie um meine Frau und meine drei Kinder. Danach aber…

Lele: … lassen Sie es krachen. Toll, dass Sie bei all‘ der Juristerei auch noch den Sinn für das Gemütliche beibehalten haben. Apropos gemütlich. Unser Treffen heute fand ja hier in Geisenbrunn statt. Wir sitzen in einer historischen Wirtschaft, deren Existenz dem bereits verstorbenen Altbürgermeister Johann Dobmeier zu verdanken ist. Seit wenigen Tagen sind neue Pächter drauf. Erstmals seit Bestehen wird das Freizeitheim Geisenbrunn nicht bayrisch, sondern kroatisch geführt. Stört sie das?

Frey: Keineswegs. Sie sehen ja, dass die Lokalität gut besucht ist und dass…

Lele: …sich auch die Speisenkarte sehen lassen kann. Ja, Gilching ist international. Schön, dass Sie dem westlichen Landkreis einen Besuch abgestattet haben und sich Zeit für ein Gespräch nahmen. Wir haben wirklich viel über Sie erfahren und hoffen nun, dass Sie schon bald als gewählter Landrat hier nach Gilching kommen. In diesem Sinne, eine schöne Zeit und viele gute Ideen.

Frey: Ja, ebenfalls vielen Dank, dass Sie mir so aufmerksam zugehört haben und ich endlich mal meine Ideen vorstellen durfte. Eines aber möchte ich zum Schluss noch beitragen. Das Wichtigste, was wir in unserem Beruf brauchen, ist eine gehörige Portion Geduld und Humor und bestenfalls no a hoibe Bier.

Das Gespräch führte Leni Lehmann von Blickpunkt 5-Seenland (Herbst 2019)

JURISTEN-AUSLEGUNG

"Wer die Gesetze nicht kennt, bringt sich um das Vergnügen, gegen sie zu verstoßen."

Paraphrase von Jean Genet (1910-1986) zu einem Zitat von Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832): "Wenn man alle Gesetze studieren wollte, so hätte man gar keine Zeit, sie zu übertreten