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...stets bereit, dazu zu lernen!

Familie Frey und Freunde bei der Kartoffelernte

Dass es weltweit mehr als 5000 Kartoffelsorten geben soll, erzählte Anita Painhofer aus Geisenbrunn im Rahmen einer Einführungsstunde in die Kunst des Kartoffel klaubens. Die Kreisbäuerin ist nämlich der Meinung, dass jeder, insbesondere aber ein künftiger Landrat, Einblick in bäuerliche Strukturen haben sollte. Weshalb sie mich und meine Familie sowie die Pflegefamilie Vera Pein und einige ihrer Kinder zur Kartoffelernte eingeladen hat. "Kein Problem", dachte ich mir. "Setzt dich auf eine der Maschinen, die ich sonst immer nur von Weitem sehe, und los geht es. Von wegen. Nix maschinelle Hilfe. Gut eine Stunden war Handarbeit angesagt." Für Painhofer, leidenschaftliche Landwirtin, Familienmensch und glückliche Oma, ist es wichtig, auch den nachfolgenden Generationen zu zeigen, wie die Urgroßeltern einst mühsam die Kartoffel aus der Erde heraus holen mussten. "Dies darf einfach nicht in Vergessenheit geraten", sagt Painhofer. Auf den von ihr und ihrem Ehemann Willi betreuten Feldern wachsen insbesondere Kartoffeln, aus denen Pommes Frittes für ein Fast-Food-Unternehmen hergestellt werden. Pommes haben längst Einzug, auch in den bayerische Küchen, gehalten.

MIT EINEM TRICK DIE KARTOFFEL POPULÄR GEMACHT

Dass unsere Kartoffeln tatsächlich einen Migrationshintergrund haben, wissen wiederum die wenigsten Menschen. Ursprünglich nämlich stammen sie aus Südamerika. Woher genau, darüber streiten sich die Experten. Die Peruaner behaupten, die Kartoffel sei erstmalig in Peru angebaut worden, die Chilenen nehmen dieses Ereignis für sich in Anspruch.
Erst im 18. Jahrhundert entdeckten dann die Menschen in Deutschland die Kartoffel als wichtiges Grundnahrungsmittel. Anlass waren seinerzeit wiederkehrende Hungersnöte. Deshalb erließ der Preußenkönig Friedrich der Große (1712 bis 1786) den Befehl, Kartoffeln anzubauen. Um die Bürger aber neugierig auf diesen Exoten zu machen, soll der Preußenkönig laut einer Legend einen gleichermaßen genialen wie auch verrückten Plan ausgeheckt haben. Er erinnerte sich daran, dass man das Interesse der Menschen insbeondere dann weckt, wenn etwas verboten ist. Deshalb ließ er auf den königlichen Feldern die durch seine Leute angebauten Kartoffeln streng durch Soldaten bewachen. Seine Untertanen fielen auf den Trick herein, wurden neugierig und ließen es sich nicht nehmen, nachts auf die Felder zu schleichen um die Knollen von den Äckern zu stehlen und sie im eigenen Garten anzupflanzen.
Mittlerweile ist die Kartoffel von deutschen Speisenkarten nicht mehr wegzudenken. Forscher haben mittlerweile sogar eine Kartoffel gezüchtet, die auf dem Mars wachsen könnte. Einem Umzug auf den fernen Planeten steht also nichts mehr im Wege );-).
Quelle: GEOlino